Turnierordnung
für die Vereinsmeisterschaft, die Stadtmeisterschaft und das Vereins-Pokal-Turnier

(Beschlossen von der Hauptversammlung am 15.06.1993, geändert am 14.11.2007, 17.06.2009 und 16.06.2010)

1. Turnierform
Die Vereinsmeisterschaft wird in Gruppen als Rundenturnier durchgeführt. Die Gruppeneinteilung erfolgt nach den Wertungszahlen (DWZ) der Teilnehmer und nach Vorberechtigungen, die die Mitgliederversammlung beschließt. Teilnehmen dürfen nur Mitglieder. 
Die Stadtmeisterschaft wird als offenes Schweizer-System-Turnier mit Rangliste (DWZ) durchgeführt. 
Das Pokal-Turnier wird im Pokal-System ohne Vorberechtigungen durchgeführt.
Die ausgeschiedenen Spieler spielen unter Mitnahme ihrer Punkte in einem Nebenturnier nach dem Schweizer System. 
Das Sommer-Turnier wird als offenes Schweizer-System-Turnier mit Rangliste (DWZ) durchgeführt.

2. Regeln
Es gelten die Regeln der FIDE (in der Fassung vom 01.07.2009), soweit sich nicht aus dieser Turnierordnung anderes ergibt.
Artikel 6.6 a) (Wartezeit 0 Minuten), 10.2 (Endspurtphase mit Schiedsrichter) und die Ziffer 3 der Richtlinien für den Fall, dass eine Hängepartie erforderlich wird, werden nicht angewendet.

3. Bedenkzeit
Die Bedenkzeit beträgt im Pokal-Turnier und in der Vereinsmeisterschaft 2 Stunden für 40 Züge, danach 1 Stunde für 20 Züge sowie eine weitere halbe Stunde für den Rest der Partie, in der Stadtmeisterschaft und im Sommer-Turnier 2 Stunden für die gesamte Partie.

4. Abbruch
Ein Abbruch kann nach 4 Stunden Spielzeit von einem Spieler oder um 21:30 Uhr von einem Jugendlichen unter 16 Jahren verlangt werden. Ein Abbruch kann auch vor Ablauf der Spielzeit von 4 Stunden von einem Spieler verlangt werden, wenn beide Spieler mindestens 40 Züge gemacht haben und der den Abbruch verlangende Spieler die zu 4 Stunden fehlende Zeit auf seine Uhr übernimmt. Der Gegner des den Abbruch verlangenden Spielers gibt nach seiner Wahl entweder den Abgabezug ab oder macht einen regulären Zug, worauf der den Abbruch verlangende Spieler den Abgabezug abgibt.
Ein Abbruch muss erfolgen, wenn das Spiellokal nicht weiter benutzt werden kann. Der am Zug befindliche Spieler gibt den Abgabezug ab.
Wenn sich die Spieler nicht auf einen Termin für die Wiederaufnahme der Partie einigen, setzt der Turnierleiter den Termin fest. 
In Runden- und Schweizer-System-Turnieren darf am letzten Spieltag nicht abgebrochen werden.

5. Terminverlegung
Die Verlegung eines Termins ist möglich, wenn sich beide Spieler auf einen neuen Termin einigen.
Bei einem Rundenturnier müssen vor dem Beginn der letzten Runde alle Spiele der vorigen Runden beendet sein; bis dahin nicht beendete Spiele werden für beide Spieler als verloren gewertet ("-:-"). Spiele der letzten Runde dürfen nur vorverlegt werden.
Bei einem Schweizer-System- und einem Pokal-Turnier müssen Partien vor der Auslosung der nächsten Runde beendet sein; bis dahin nicht beendete Spiele werden für beide Spieler als verloren gewertet ("-:-"). Spiele der letzten Runde dürfen nur vorverlegt werden.
Der Turnierleiter kann einen Teilnehmer in begründeten Fällen beurlauben.

6. Nichtantreten
Hat ein Spieler eine Stunde nach Rundenbeginn den Wettkampf nicht aufgenommen, ohne dass eine ordnungsgemäße Verlegung oder eine Beurlaubung vorliegt, so ist die Partie für ihn verloren ("-"). Haben beide Spieler eine Stunde nach Rundenbeginn den Wettkampf nicht aufgenommen, ohne daß eine ordnungsgemäße Verlegung oder eine Beurlaubung vorliegt, haben beide Spieler den Wettkampf verloren ("-:-"). Ein Teilnehmer scheidet in einem Schweizer-System-Turnier aus, wenn er eine Partie kampflos verliert, ohne seinen Gegner oder den Turnierleiter vorher verständigt zu haben.

7. Wertung
Die Platzierung in einem Rundenturnier richtet sich nach der Anzahl der erzielten Punkte. Der Turniersieger wird bei Punktgleichheit nach den Sonneborn-Berger-Punkten, bei deren Gleichheit nach verfeinerten Sonneborn-Berger-Punkten bestimmt. Partien gegen Teilnehmer, die weniger als die Hälfte der Partien gespielt haben, werden für die Platzierung nicht berücksichtigt.
Die Platzierung in einem Schweizer-System-Turnier richtet sich nach der Anzahl der erzielten Punkte. Der Turniersieger wird bei Punktgleichheit nach der Buchholz-Zahl, bei deren Gleichheit nach verfeinerten Buchholz-Zahlen bestimmt.
Besteht nach allen Wertungskriterien Gleichstand und ist eine Entscheidung erforderlich, so werden solange 30-Minuten-Partien gespielt, bis ein Spieler eine Partie gewonnen hat. Haben die Spieler im Turnier gegeneinander gespielt, so wird in der ersten Partie die Farbverteilung geändert, sonst ausgelost. In den folgenden Partien werden die Farben getauscht.

8. Turnierleiter, Schiedsgericht
In Streitfällen entscheidet der Turnierleiter, der auch die Funktion des Schiedsrichters hat. Gegen Entscheidungen des Turnierleiters (auch solche nach Anhang D der FIDE-Schachregeln) kann innerhalb von 3 Tagen das Schiedsgericht des Schachclubs Aurich angerufen werden.


Vorberechtigungen zur Vereinsmeisterschaft
Der Vereinsmeister des Vorjahres ist in der A-Gruppe startberechtigt.
Jeder Gruppensieger des Vorjahres ist in der nächst höheren Gruppe startberechtigt.


Turnierordnung als pdf-Datei